Weißes Kaninchen, Rotes Kaninchen – Lale Konuk

20,00 €

Mit Lale Konuk | Allerweltshaus Köln | auf Deutsch | 04.10.2026 | 18:00 Uhr | Freie Platzwahl

 

24 vorrätig

04-10-2026 - 04-10-2026
18:00 - 19:30
Allerweltshaus, Geisselstraße 3-5, 50823 Köln

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Beschreibung

Weißes Kaninchen, rotes Kaninchen

Keine Regie. Keine Proben. Kein Vorwissen über den Text.

Lale Konuk betritt die Bühne, öffnet erstmals den versiegelten Umschlag und entdeckt den ihr bis dahin völlig unbekannten Text gemeinsam mit dem Publikum live im Moment der Aufführung. Nach diesem Abend darf sie das Stück nie wieder spielen.

Eine Geschichte, die im Iran beginnt

Der iranische Autor Nassim Soleimanpour schrieb das Stück 2011 aus der Isolation heraus. Als Wehrdienstverweigerer wurde ihm der Reisepass entzogen und er durfte sein Land nicht verlassen. Als Reaktion darauf schrieb er einen Text, der ausdrücklich ohne seine Anwesenheit und ohne Regie funktionieren und mit dem Publikum überall auf der Welt in den Dialog treten sollte. Er steckte seinen Text in einen Umschlag und schickte ihn hinaus in die Welt. Seitdem wurde das Stück in 50 Ländern in mehr als 30 Sprachen gespielt.

Ein weltweites Theaterphänomen

Heute gilt „Weißes Kaninchen, rotes Kaninchen“ als das meistgespielte Theaterexperiment überhaupt. Über 3000 Personen, darunter auch bekannte Persönlichkeiten wie Sandra Hüller, Whoopi Goldberg und Christoph Maria Herbst, haben sich dieser spannenden Herausforderung bereits gestellt.

Ein Spiel mit Vertrauen und Gehorsam

Inhaltlich ist das Stück eine hochspannende Mischung aus feinem Humor, psychologischer Tiefe und gesellschaftskritischer Fabel. Nassim Soleimanpour nutzt die Stimme der Darstellerin, um Themen wie Freiheit, Zensur und die Verweigerung individueller Entscheidungen unter einem autoritären Regime zu untersuchen.

Die Unkenntnis des Textes und Ablaufs macht das Stück nicht nur in seinem Format zu einem Theaterexperiment; gleichzeitig verhandelt es auch auf inhaltlicher Ebene ein metaphorisches Experiment: Durch eine Fabel über Kaninchen und Geparden werden Konditionierung, Macht und Gehorsam live auf der Bühne untersucht.

Lale Konuk 

Lale Konuk ist eine Pionierin für Vielfalt und hat die Kölner Kulturlandschaft in den vergangenen 30 Jahren entscheidend mitgeprägt. Am 4. Oktober steht sie nach einer langen Spielpause wieder als Schauspielerin auf der Bühne.

Datum: 04.10.2026
Uhrzeit: 18:00 Uhr, Einlass: 17:45 Uhr
Ort: Allerweltshaus Köln
Adresse: Geisselstraße 3-5, 50823 Köln

Im Anschluss an die Aufführung findet ein Nachgespräch mit Saha Angourani statt. Unter dem Titel „Jin, Jiyan, Azadî. Und jetzt?“ verbindet die Kölner Künstlerin und Aktivistin Saha die Inhalte des Stücks mit aktuellen gesellschaftlichen Realitäten und persönlichen Perspektiven aus der iranischen Diaspora.

Der Gewinn fließt in gemeinnützige Projekte: an die Initiative Woman Life Freedom Unity für ihr Projekt „Nie wieder leise“ sowie in den Kurzfilm „KATÝ: ein Tag im Leben einer jungen Iranerin“

Triggerwarnung: In einigen Szenen werden Themen wie Tod, Mord und Suizid behandelt. Die Darbietung erfolgt in sprachlicher Form.