Beschreibung
Mohammad-Ali Behboudi spielt „Weißes Kaninchen, rotes Kaninchen“ – im Filmforum im Museum Ludwig
Der vielfach ausgezeichnete iranisch-deutsche Schauspieler, Gründer des Welt Theaters Köln und bekannt aus dem Tatort sowie von zahlreichen großen Theaterbühnen, wird sich an diesem Abend der Herausforderung des versiegelten Umschlags stellen.
Datum: 10.06.2026
Uhrzeit: 19:30 Uhr, Einlass: 19:00 Uhr
Ort: Filmforum NRW im Museum Ludwig
Adresse: Bischofsgartenstraße 1, 50667 Köln
Weißes Kaninchen, rotes Kaninchen
Keine Regie.
Keine Proben.
Kein Vorwissen.
Jeden Abend betritt eine andere Darsteller:in die Bühne, öffnet erstmals den versiegelten Umschlag und entdeckt den bis dahin völlig unbekannten Text gemeinsam mit dem Publikum live im Moment der Aufführung. Nach diesem Abend darf sie das Stück nie wieder spielen.
„Weißes Kaninchen, rotes Kaninchen“ verbindet Unterhaltung mit psychologischem Experiment und politischer Parabel. Das Stück beschäftigt sich mit Freiheit, Manipulation, Gehorsam und der Frage, welche Entscheidungen Menschen unter Druck treffen.
Ein weltweites Theaterphänomen
Hinter diesem ungewöhnlichen Konzept steht die bewegende Geschichte des iranischen Autors Nassim Soleimanpour. Weil er den Wehrdienst verweigerte, wurde ihm der Reisepass entzogen und er durfte den Iran nicht verlassen.
In seiner Isolation vertraute er auf die transformative Kraft des Theaters und schrieb ein Stück, das an seiner Stelle um die Welt reisen sollte. Sein Plan ging auf, denn seit der Uraufführung im Jahr 2011 wurde das Werk in 50 Ländern aufgeführt, in 30 Sprachen übersetzt und über 3.000 Mal gespielt.
Heute zählt es zu den meistgespielten und aufregendsten Theaterexperimenten. Bekannte Persönlichkeiten wie Whoopi Goldberg und Christoph Maria Herbst haben dieses Experiment bereits gewagt. Auch Sandra Hüller stellte sich erst kürzlich in Halle dieser spannenden Herausforderung.
Die Aufführungsreihe von Theater Colonia
Nun kommt dieses außergewöhnliche Theatererlebnis nach Köln.
10 mutige Künstler:innen und Kulturschaffende aus Köln und NRW stellen sich auf verschiedenen Bühnen dem versiegelten Manuskript. Den Auftakt macht Mohammad-Ali Behboudi, am 10 Juni.
Die Spannung dieses Abends entsteht nicht aus einstudierten Szenen. Sie entsteht aus Behboudis völlig ungefilterter Reaktion auf diese fremden Worte und der unvorhersehbaren Dynamik, die sich in Echtzeit zwischen ihm, dem Text und uns im Saal entwickelt.
Am 10. Juni lassen wir uns auf dieses Manuskript ein und stellen uns gemeinsam die Frage: Wer manipuliert hier eigentlich wen?
Die Aufführung ist eine Kooperation zwischen Theater Colonia und dem Iranischen Filmfestival Köln „Visions of Iran“


